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Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Förderer von Mabuhay!
Direkt nach Ostern wurde Dr. Christian Nick von Frau Dr. Julia Goller abgelöst, sodass die Klinik weiterhin in guten Händen war. Mit Bärbel Nick hatte ich schon angefangen, die Homepage zu überarbeiten, und so konnte ich dies weiterführen. Viele Patienten, die Dr. Nick gesehen hatte kamen wieder wegen anderer Beschwerden, und waren froh, dass wieder ein deutscher Arzt sie behandelte. Dra. Goller kam aus der Nähe von Mainz und hatte im Januar schon mit den German Doctors in Mindoro gearbeitet. Jeden Tag kamen junge und alte Patienten in die Klinik. Für Dra. Goller war es eine Veränderung, da Sie Gastroenterologin ist und hier die Allgemeinmedizin gefragt ist. Viele Patienten kamen mit Bluthochdruck und Diabetes, und auch für Frau Dr. Goller war es schwer zu verstehen, warum die Patienten ihre Medikation nicht regelmäßig einnahmen. Sie meinen, wenn sie z.B. Blutdrucktabletten einen Monat lang nehmen, genügt das, da der Blutdruck ja dann in Ordnung ist. Nach einiger Zeit kommen sie dann mit hohem Blutdruck oder sogar mit einem Schlaganfall wieder und verstehen es nicht. Genauso ist es bei Diabetes. Hier ist noch sehr viel Aufklärung in der Bevölkerung nötig, wenn man die Zahl der frühen Schlaganfälle verringern will. Ich war sehr froh, dass sie die Klink für vier Wochen übernahm und ich dadurch Zeit für Büroarbeiten hatte, die lange liegen geblieben waren.


Am 6. Mai konnte ich an einer Konferenz über medizinische Technologie und digitale Gesundheit in der deutschen Handelskammer in Manila teilnehmen. Es war sehr interessant und teilweise auch erschreckend zu sehen, wieweit die Technologien in der Medizin schon gehen, und ich merkte sehr schnell, wie lange ich schon nicht mehr in Deutschland bin. Die Aussteller kamen alle aus Deutschland, wo diese Technologien bereits länger erfolgreich angewendet werden.
Neben der Konferenz traf ich Herrn Michael Schmermer wieder, den Präsidenten von Siemens Healthinners, Inc. Philippinen und Pukar Chettri von Caritas Germany, sowie verschiedene Vertreter des Deutschen Clubs. Am letzten Tag traf ich Enis Labiadh, dessen Firma ein Röntgengerät für Rucksackgröße entwickelt hat. Es wiegt nur 8,5 kg. Wirklich erstaunlich, was die neuen Technologien alles können. Es waren ausgefüllte Tage.



Zwei Tage nach meiner Rückkehr kamen Jaqueline B. und Manuel V. als bereits erfahrene Zahnärzte zu uns. Jaqueline B. ist gebürtige Rumänin, hat dort studiert und arbeitet nun in der Nähe von Aachen in der Zahnarztpraxis ihres Vaters. Manuel V. ist gebürtiger Italiener, hat in Spanien studiert und seine Weiterbildungen in Deutschland absolviert. So hatten sich die beiden auch kennengelernt. Er wird demnächst seine eigene Praxis in Italien eröffnen. Beide hatten viele Patienten und waren traurig darüber, wie viele Zähne gezogen werden mussten. Vor allem den jungen Patienten die Vorderzähne zu ziehen ist für jeden Zahnarzt schmerzlich, da das doch in gewisser Weise das Gesicht entstellt und die Sprache beeinflusst.


Am 12. Mai fanden erneut Wahlen in den Philippinen statt. Es wurden vom Senat über Kongress, Governor bis zu den Bürgermeistern, sowie deren Räte gewählt. Wie immer ist die Beteiligung der Wähler hoch, aber leider werden in der Provinz die Stimmen oft noch gekauft. Die Häuser hingen voller Plakate, sodass man die Türen kaum noch sehen konnte. Aber das Visuelle ist für die Wähler wichtig. Gewählt wird, wie in Deutschland, in der Schule und jeder, der gewählt hat, wird markiert.



Daneben ging das Gartenprojekt beständig weiter. Am 10.Im Mai wurde das zweite Gewächshaus mit einer Hydroponik-Anlage installiert. Wie schon das Vorherige ist es mit einem automatischen System versehen, um die jungen Salatpflanzen und nun auch die Paprika mit Nährstoffen zu versorgen. Wir sind dem Ostasien-Verein Bremen e.V. sehr dankbar, dass das zweite Gewächshaus genehmigt wurde. Auch konnten wir die Anbaufläche etwas ausweiten, sodass wir weitere Gemüsesorten anbauen können. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr darauf, eine kontinuierliche Ernte zu erzielen. Dafür wurde das Bewässerungssystem ausgebaut, und die Arbeiter erhalten weiterhin regelmäßig Schulungen.




Eine weitere gute Nachricht kam aus Bonn. Der Rotary Club in Bonn finanziert uns eine Solaranlage für unser Gästehaus, und so ist der Anfang gemacht, um erneuerbare Energien zu benutzen, die uns auch helfen werden, unsere doch sehr hohen Stromkosten zu senken. Es ist uns ein großes Anliegen, auch die anderen Gebäude mit Solarenergie zu versorgen, da es sich in den tropischen Philippinen anbietet, die hohe Sonnenintensität zu nutzen. Geplant ist, als Nächstes das Klinikgebäude mit Solarstrom zu versorgen. Wir hoffen noch weitere Spender zu finden, die uns in diesem Anliegen unterstützen können.



Vom 29.–31. Mai unternahmen wir mit unseren Freiwilligen einen Teambuilding-Ausflug. Wir fuhren nach San Jorge, ca. 3 Stunden von der Klinik entfernt, zum Island Nature Spring. Es ist eine kleine Oase mitten in der Natur an einem Wasserfall gelegen. Neben vielen Gesprächen, gab es auch einige Gruppen Spiele, die das Miteinander stärkten und das ganze Team hatte sehr viel Freude und es kam zum regen Austausch und auch bestehende Probleme angegangen.


Kurz nach unserer Rückkehr in die Klinik gab uns das Hilfswerk der Deutschen Zahnärzte, vertreten durch Dr. Klaus Sürmann und Dr. Klaus Winter, die Zusage auf zusätzliche Solarbatterien. Wir sind bestrebt das Solarsystem für die Klinik auszubauen, um unsere sehr hohen Stromkosten zu reduzieren und auch, um Stromunterbrechungen, die hier leider noch oft vorkommen, entgegenzuwirken, da dadurch unsere medizinischen Geräte beschädigt werden. Dr. Winter nahm den Gedanken sofort auf und finanzierte die zusätzlichen Batterien. Wie immer ist das Hilfswerk der Deutschen Zahnärzte an unserer Seite. Die Bilder dazu kommen erst im nächsten Bericht, da die Installation erst im August nach unserer Deutschlandreise sein wird.
Am 10. Mai besuchte das DOH unser Labor. Es ist ein alljährlicher Besuch, um unsere Bücher, Geräte und Reagenzien zu überprüfen. Wir haben eines der wenigen freistehenden Labore in Nord-Samar, d.h. nicht an ein Krankenhaus angeschlossen, und sind immer bemüht die strengen Kontrollen des DOH zu erfüllen. Das ist nicht einfach, da jedes Jahr neue Anforderungen kommen. Das ist nicht immer leicht zu verstehen, aber wenn man sie nicht erfüllt, schließen sie das Labor.



Das Ernährungsprogramm konnten wir auf 130 Kinder ausweiten, nachdem Oceanic – Hospitality Training Center und der Deutsche Club Manila sich zusammentaten, um noch mehr Kindern zu helfen. Die Zahl der unterernährten Kinder ist immer noch sehr groß, und deshalb sind wir froh, dass wir das Programm ausweiten konnten.


Am 17. Juni machten wir uns auf den Weg nach Deutschland, um wieder vor Ort zu berichten, wie das Projekt läuft, welche Hilfen wir brauchen und wo es Probleme gibt. Wie ihr/sie immer lesen, ist viel in Bewegung bei uns. Dieses Jahr blieben wir bis Ende Juli, da es auch mit den Verantwortlichen von Mabuhay-Hilfe zum Leben e.V. viel zu besprechen gab.
Während wir noch auf der Rückreise nach Bugko waren, kam eine riesige Brille-Spende über den Rotary Club Bornheim in Verbindung mit Optik Herrmann aus Heimerzheim. Über 9 Kartons wurden gespendet und unsere Patienten werden glücklich sein, wenn sie sich eine Brille aussuchen können. Sie gehen im nächsten Transport auf die Reise hierher und werden den Patienten mit Sehstörungen eine große Hilfe sein.



Am 4. August wurde die Zahnstation wieder in Betrieb genommen. Vanessa Sch. und Sarah F. kamen aus Freiburg, Sebastian M. aus Mainz.
Sie können hier viel Erfahrung sammeln und hatten am ersten Tag nach der doch etwas langen Pause schon viele Patienten.


Wir danken Allen, die uns immer wieder unterstützen sei es durch finanzielle Spenden, oder die Sachspenden, wie Desinfektionsmittel, Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Brillen, medizinische Hilfsmittel, Medikamente usw. die Liste ist lang und ich kann gar nicht alle nennen. DANKE,DANKE!!
Nun wünsche ich Euch/Ihnen allen noch schöne Sommertage und hoffe Euch/Sie im Januar zu unserer Jahreshauptversammlung wiederzusehen.
Ganz herzliche Grüße
Eure/ Ihre
Sabine Korth
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