Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Förderer von Mabuhay!
Am 17. August nahmen wir mit unseren Freiwilligen nach langer Zeit wieder an einer Medical Mission teil. Standort war die Kathedrale in Catarman, die Zielgruppe die Bevölkerung Nord-Samar. Entsprechend viele Patienten kamen. Neben einer groben medizinischen Untersuchung gab es auch eine mobile Zahnstation sowie einen Ort, an dem Lesebrillen verteilt wurden. Bei diesen Medical Missions ist alles kostenfrei, und die Patienten kommen mit den verschiedensten Beschwerden, die jedoch oft nicht vollständig behandelt werden können, da mehr Diagnostik erforderlich ist. Für viele Patienten ist es trotzdem eine Option, um wenigstens eine kleine Hilfe bei der Behandlung ihrer Beschwerden zu erhalten.
Eine Woche später, am 24. August, kamen Dr. Georg Fobes und Frau Barbara Schäfer, eine ehemalige Altenpflegerin, die im Haus Elisabeth in Bonn tätig war. Für Dr. Fobes war es der dritte Einsatz bei uns. Frau Schäfer hatte von unserem Projekt gehört und wollte gerne mit ihm mitkommen, vor allem, um unsere Arbeit in der neuen Seniorentagesstätte kennenzulernen und einige Aktivitäten mit den Senioren zu unternehmen. Die Senioren kamen in großer Zahl und nahmen an Aktivitäten wie Gymnastik, Tanz und Spielen sehr aktiv teil. Daneben half sie in unseren anderen Programmen gerne mit.
Auf Dr. Fobes warteten die Patienten schon lange, da er mit seiner langjährigen Erfahrung viel helfen konnte.
Am 15. September traf Super Taifun Mangkhot mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 km/h auf den Norden der Philippinen. Es war der 15. Taifun dieses Jahres. Wieder gab es große Zerstörungen vor allem im landwirtschaftlichen Bereich. Es gab Erdrutsche, Überschwemmungen, Stromausfälle und viele Menschen verloren ihr Zuhause und ihr Hab und Gut. Gott sei Dank gab es nicht wieder tausende Tote, wie 2013 in Tacloban. Ich denke, die Bilder von damals sind uns allen noch präsent. Die Bevölkerung war dieses Mal sehr viel besser vorbereitet durch viele Notfalltrainings, die seit 2013 durchgeführt werden. Trotzdem waren immer noch über 100 Tote. Unsere Klinik war nur durch viel Wind und Regen betroffen, aber es entstanden kaum Schäden.
Viele von Euch/Ihnen haben geschrieben und angerufen. Wieder einmal haben wir gesehen, wie sehr Ihr/Sie uns und dem Projekt verbunden sind. Ganz herzlichen Dank für die vielen Nachfragen und Grüße. Wir sind nicht alleine!
Während auf den Philippinen der Sturm tobte, hat Familie Meyer in Ippendorf erneut unseren Transport mit Hilfsgütern aller Art vorbereitet und gepackt. Schon seit Jahren sammeln wir in ihrer Garage gebrauchte Kleidung, Spielzeug, Werkzeug, medizinische Hilfsmittel, Medikamente und vieles mehr. Familie Meyer verpackt alles, und die Kartons sowie die gepackten Hilfsgüter gehen auf die lange Reise. Ein Transport dauert 2-3 Monate. Wir können drei Mal im Jahr Hilfspakete schicken. Durch die gute Verpackung kommen die Kartons in Bestzustand hier an und es gibt so gut wie keine Bruchstücke im Innern. Danke in diesem Zusammenhang dem „Pack Team“, Frau und Herrn Meyer, und natürlich allen, die immer wieder sammeln und die Sachen zur Familie Meyer in die Garage bringen.
Vom 28.–30. Oktober kamen Tobias Rast, Präsident des Deutschen Klubs in Manila, und Philipp Schlohsnagel, Direktor des Welfare-Komitees des Deutschen Klubs in Manila, zu uns, um unsere Programme zu besichtigen, insbesondere das Ernährungsprogramm. Schon seit 2011 unterstützt uns der Deutsche Club in Manila in der Sorge um die Kinder. Zurzeit sind 90 Kinder im Ernährungsprogramm. Viele Familien haben hier kein geregeltes Einkommen, und in den letzten Monaten sind die Lebensmittelpreise deutlich gestiegen. Die Familien sind dankbar, dass wir ihnen in der Sorge um die Kinder helfen, indem sie täglich eine nährstoffreiche Mahlzeit erhalten. Regelmäßig werden die Kinder gewogen und, wenn nötig, medizinisch betreut.
In der kurzen Zeit ihres Besuchs konnten sie auch einen kurzen Einblick in unsere anderen Programme erhalten, darunter das Fluorprophylaxe-Programm und das Heilpflanzenprojekt.
Dem Heilpflanzenprojekt galt in den letzten Monaten unsere besondere Aufmerksamkeit. Endlich ließ das Wetter zu, dass wir eine gute Rohstoffernte hatten und diese auch trocknen konnten. Hilfreich war da auch das neue Trockenapperat, das uns das Trocknen der Pflanzen auch bei Regen ermöglichte. Zwei junge Frauen aus Bugko unterstützen uns bei der Herstellung der Produkte. Wir konnten verschiedene Tees, Salben, Hustensaft und Seife herstellen.
Wieder liegt ein ereignisreiches Jahr hinter uns. Viele Patienten kamen zu uns, um Hilfe zu erhalten. Dank Ihrer/Eurer Hilfe konnten wir so vielen helfen und Gutes tun. Auch hatten wir wieder viele Besucher, die unsere Arbeit vor Ort tatkräftig unterstützten. Danke/SALAMAT für alle Hilfe und Unterstützung! Sei es eine finanzielle Unterstützung oder eine Sachspende. Jede Hilfe kommt an! Und zwar dort, wo es gebraucht wird und so wünsche ich Ihnen/Euch eine frohe Adventzeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest Ihre/ Eure dankbare
Sabine Korth
Malipayon nga Pasko (Frohe Weihnachten) aus Bugko!