Bugko, im Dezember 2020

 

 

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Förderer von Mabuhay!

 

 

 

Mein letzter Rundbrief erreichte Euch gerade als sich am 10. August die Lage in den Philippinen zuspitzte. Mit bis zu 6.000 Neuinfektionen pro Tag wurden die Philippinen zum Epicenter der Corona-Pandemie im Süd-Ost asiatischen Raum erklärt. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Nord- Samar noch wenige Infizierte.

 

Ende August stiegen die Zahlen auch in Nord-Samar, möglicherweise durch Rückkehrer aus Manila. Der philippinische Staat schickte die in Manila arbeitslos geworden Leute zurück in die Provinzen. Ein weiterer Punkt war, dass mehr Tests durchgeführt wurden. Am 24. August wurde der erste Corona Fall in Mondragon, unserer Stadt, registriert. Danach folgten andere Städte in Nord-Samar ausgelöst durch die Geburtstagsfeier eines Politikers, wo die Corona Regeln nicht eingehalten wurden.

 

Nun ging Alles sehr schnell. Am 29. August feiert Catarman Fiesta, das ist hier das höchste Kirchenfest der katholischen Kirche in Nord-Samar. Alle Feierlichkeiten wurden kurzfristig abgesagt, die heilige Messe wurde zwar gefeiert, aber ohne Bischof und ohne die über 50 Priester, die sonst gekommen wären.

 

 

 

Am 1. September kamen wieder strengere Quarantäne Vorschriften. Die Dörfer, hier Barangays genannt, wurden „abgesperrt“. Man durfte sein Dorf nur im Notfall verlassen. Statt Mundschutz wurde nun Mundschutz und Gesichtsmaske Pflicht, es gab ein Alkoholverbot und Reisen außerhalb der Provinz wurden verboten. Diese Situation blieb auch den ganzen Oktober über. Der Schulstart wurde von Juni auf den 6. Oktober verschoben und wurde in Bugko in Form von Modulen gestartet. Die Kinder bekamen jede Woche Aufgabenhefte, die sie zu Hause bearbeiten und beantworten mussten. Die Mütter brachten die Module danach zur Bewertung in die Schule und das jede Woche erneut. Schwierig war diese Situation beonders für Kinder mit Lernschwächen und für Kinder deren Eltern nicht lesen und schreiben können, da sie den Kindern keine Hilfen geben können. Die Kinder sind weiter ans Haus gebunden und dürfen nur zu Arztbesuchen außer Haus.

 

 

 

 

So kamen auch erst in der ersten Oktoberwoche wieder vermehrt Kinder in die Sprechstunde. Dazu kamen durch die Corona Pandemie ausgelöst wesentlich mehr Patienten mit psychischen Problemen angefangen von einfachen Schlafstörungen bis zu suizidalen Gedanken. Ärztliche Untersuchungen in den lokalen Gesundheits-zentren sahen so aus, dass die Patienten nur durch eine Scheibe hindurch unter-sucht wurden. Eine fast unmenschliche Situation.

 

Leider änderte sich die Situation erneut, als am 16. Oktober der erste positive Fall in Bugko bekannt wurde. Der Schulunterricht wurde wieder eingestellt und am 22. Oktober ging Bugko in Lockdown, das heißt das Dorf wurde wieder komplett abgesperrt, und man brauchte eine Genehmigung, um das Dorf zu verlassen. Die Fallzahlen stiegen hier stark an und von 46 Fällen in Mondragon hatte Bugko 22!! So mussten wir auch die Klinik für 10 Tage schließen, da Niemand ins Dorf durfte. Wir beobachteten die Situation und als die Zahlen stagnierten öffneten wir direkt wieder damit die Patienten eine Anlaufstelle hatten und nicht durch einen Fensterschlitz untersucht werden mussten. Am Kontrollpunkt mussten sie nur angeben, dass sie zu uns in die Klinik wollen, dann wurden sie durchgelassen. Zum Glück konnten wir das mit dem Ortsvorsteher vereinbaren, denn auch er wurde positiv getestet.

 

 

 

Am 1. November wurden dann die Philippinen von Supertaifun Rolly (Goni) heimgesucht (ihr habt meinen Sonderbericht sicher bekommen) und damit nicht genug, Taifun Ulysses (Vamco) folgte am 8. November und brachte starke Zerstörung und enorme Überflutungen in Bicol, Mindanao und sogar in Manila. Sogar die deutschen Medien berichteten darüber. Durch die vielen Wassermassen war es für die Hilfstrupps schwer die Menschen in Sicherheit zu bringen. Manche saßen tagelang auf ihren Dächern bis Hilfe kam. Zwei große Taifune in so kurzer Zeit waren eine Katastrophe. Durch die Corona Hilfen über das Jahr lief die Hilfe des philippinischen Staates nur langsam an.

 

 

Wie schon früher machten wir uns auf den Weg zum Helfen. Mit unseren Freiwilligen packten wir Hilfspakete mit Reis, Nudeln, Kaffee, Milch, Konserven, Wasser, anderen Lebensmitteln, Seife, Kerzen, Mundschutz, Waschmitteln, Kleidung usw. Zudem packten wir in den LKW eines Freundes noch Baumaterialien für 12 Notunterkünfte (Dachplatten, Holzplatten, Kanthölzer und verschiedene Größen Nägel) und Medikamente. Wir waren in der Lage durch Eure Hilfe und lokaler Unterstützung in den Philippinen 263 Familien in drei Dörfern zu versorgen und konnten 240 improvisierte medizinische Untersuchungen durchführen. Es war eine riesen Hilfe für die Menschen in Bicol. Wir hatten Bicol gewählt, da es die nächste Region von uns war und doch dauerte die Fahrt dorthin über 10 Stunden und um die Leute zu erreichen mussten wir abenteuerliche Wege in die Berge nehmen. Oft gab es nur einen ganz schmalen Weg und zudem hingen die Stromleitungen tief oder lagen ganz am Boden. Die ganze Region war nach 2 ½ Wochen immer noch ohne Strom von daher war das Mitbringen von Kerzen eine gute Idee. Von unseren Erfahrungen nach Taifun Haiyan 2013 in Tacloban haben wir inzwischen einige Erfahrung im Packen von Dingen, die wirklich gebraucht werden. Interessant war, dass in einem weitabgelegen Dorf, wohin wir auch fuhren, die Bewohner von Corona noch Nichts gehört hatten. So etwas gibt es also auch noch. Ihnen wurden vorher Masken verteilt weil wir kamen. Ein herzlichen Dank nochmal Allen die spontan gespendet haben. Wie immer kam die Hilfe direkt an.

 

 

Unsere Sorge war, dass wir bei unserer Rückkehr in Quarantäne müssen, aber das konnten wir Gott sei Dank umgehen. So konnten wir am nächsten Tag den Klinikbetrieb wieder aufnehmen.

 

Mitte November entschieden wir, dass wir im Dezember nicht nach Deutschland reisen können, da die Infektionsgefahr auf beiden Seiten zu hoch ist und man in Deutschland, wie auch in den Philippinen jemals mit 14 Tagen Quarantäne rechnen muss.

 

In meinem letzten Rundbrief erwähnte ich, dass die Zahnstation wegen den Corona Bestimmungen ruht. Das ist auch schlimm für unsere Kinder im Fluor- Prophylaxe- Programm, welches durch das Hilfswerk der Deutschen Zahnärzte seit Jahren unterstützt wird. Wir entschlossen uns spontan die Zahnbürsten und Zahnpaste sowie das Fluorsalz zu den Kindern zu bringen, so dass das Programm wenigstens rudimentär aufrechterhalten werden kann. Wenn Ihr diesen Brief bekommt ist es Kindern unter 18 Jahren immer noch nicht erlaubt das Haus zu verlassen außer es liegt ein Notfall, wie Krankheit, vor.

 

 

 

Wir hoffen, dass in 2021 wieder Ärzte und Zahnärzte zu uns kommen können, aber bisher gibt der philippinische Staat noch keine Visa für Ausländer aus. Der Bedarf ist gross. Leider nutzen die Zahnärzte in der Stadt die Situation aus und verlangen stark überteuerte Preise von ihren Patienten. Es ist schade, dass die Ärzte und Zahnärzte nicht mehr Verständnis für ihre Patienten haben in dieser schwierigen Zeit.

 

 

Ein aufregendes Jahr neigt sich dem Ende zu. Hauptsächlich dominiert durch den Corona Virus mit Ängsten und Krankheit aber auch Hoffnung. Trotz der Pandemie kamen täglich Patienten zu uns. Weniger als die vorherigen Jahre, aber doch fast 9.000 Patienten. Durch Ihre/Eure Hilfe konnten wir wieder so Vielen helfen und Gutes tun. Danke/ SALAMAT für alle die Hilfe und Unterstützung! Sei es eine finanzielle Unterstützung oder eine Sachspende. Danke möchte ich auch im Namen von Sr. Veronica sagen für die vielen Mut machenden Worte in diesem nicht einfachen Jahr für Alle. Wir haben sehr Ihre/ Eure Verbundenheit mit uns gespürt. Zu wissen, dass man nicht einfach irgendwohin gehen oder fahren kann hat ein beklemmendes Gefühl. Und das Gefühl der ständigen Gefahr durch einen unsichtbaren Gegner in Form eines Virus ist nicht immer leicht auszuhalten, zumal es bis jetzt noch keinen Impfstoff für Alle gibt. Jeden Tag waren wir der Gefahr ausgesetzt, da wir in der Klinik ja Patienten von der ganzen Provinz haben. Dankbar sind wir für unsere Freiwilligen, die uns täglich zur Seite standen und stehen. Alle Ihre/ Eure Hilfe kommt an und wird wo sie gebraucht wird eingesetzt.

 

 

 

Und so wünsche ich Ihnen/Euch eine frohe Adventzeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest, viel Stärke und Kraft und das Sie/ Ihr Alle gesund bleibt

 

 

 

Ihre/ Eure dankbare

 

 

 

Sabine Korth

 

Malipayon nga Pasko (Frohe Weihnachten) aus Bugko!

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Bugko, April 2020

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Förderer von Mabuhay!

 

 

Wie schon in den vergangenen Jahren war ich im Dezember kurz in Deutschland, um in der Mitgliederversammlung wieder ausführlich über die Aktivitäten, Neuerungen und Pläne in unserem Projekt in Bugko zu berichten. Wieder konnten wir den schön geschmückten Saal im Haus Elisabeth mit Freunden und Mitgliedern füllen. Es war schön,Viele von Euch /Ihnen zu sehen und zu sprechen. Viel Besorgnis rief Taifun Tisoy auf, der die Klinik am 2. Dezember getroffen hat.

 

 

 

 

Bei meiner Rückkehr am 30. Dezember waren die Auswirkungen der Taifune noch überall sichtbar. Nach Taifun Tisoy folgte am Weihnachtsabend nämlich Taifun Ursula. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten zogen sich bis in den April hinein, da es immer wieder heftig regnete und das Wetter äußerst unstabil war. Danken möchte ich Allen, die uns wieder spontan unterstützt haben, so dass wir auch noch den Menschen in unserer Umgebung helfen konnten, die aus eigener Anstrengung ihre Häuser nicht aufbauen konnten. Die Bilder von den Aufbauarbeiten werde ich im nächsten Rundbrief zeigen. Die nicht geringen Klinikschäden wurden dankbarer Weise vom Hilfswerk der Deutschen Zahnärzte mit Hilfe von Herrn Dr. Winter getragen. Dr. Winter und das Hilfswerk stehen uns schon seit Jahren zur Seite vor Allem wenn mal wieder eine Katastrophe über uns fällt. Leider ist das Gebiet ja immer wieder v.a. von Taifunen betroffen, doch dieses Mal hatte es auch in der Klinik viel Schaden gegeben. Dächer mussten erneuert werden, Zwischendecken ausgetauscht werden, ein neuer Anstrich und vielfältige Schäden an den Gebäuden in der Farm und Heilpflanzen Gebäude mussten gerichtet werden.

 

 

Die Nachrichten im Januar drehten sich hier fast nur um den bevorstehenden Ausbruch des Taal Vulkans in der Nähe von Manila. Es gab viele Erdbeben in der Region und ein Ausbruch wurde jederzeit befürchtet. Es wurde eine 14 km Freizone errichtet und viele Menschen mussten wochenlang in Evakuierungscenter. Gott sei Dank beruhigte sich die Situation und der Ausbruch fand nicht statt und die Menschen konnten zurück in ihre Häuser. Der Ascheregen beschäftigte noch lange die Aufräumarbeiten.

 

Am 11. Januar kamen Amy Seidel und Yvonne Plückebaum, zwei „frisch gebackene“ Zahnärztinnen, von der Uni Hannover zu uns. Schnell sprach es sich herum, dass die Zahnstation in Mabuhay wieder besetzt ist und viele Patienten kamen. Beide Zahnärzte lebten sich schnell ein und machten sich mit den Behandlungsstühlen vertraut. Neben den Behandlungen gaben sie unseren Freiwilligen noch Tips in der Prophylaxebehandlung der Patienten. Viele Zähne konnten gerettet werden. Zu unserer Freude fragen immer mehr Patienten nach zahnerhaltenden Therapien und Zahnreinigungen. Am 9. Februar verließen uns Amy und Yvonne, um noch etwas die Philippinen zu erkunden.

 

 

Direkt danach kamen Hanni Stieber, Hannah Wilhelm (Beide von der Universität in Würzburg) und Ida Brattinga (Universität Köln) und übernahmen die Zahnstation.

 

 

 

 

Am 22. Februar kam Dr. Angel Wright vom Team ISM (International Surgical Missions) erneut zu uns, um die ambulanten Operationen durchzuführen und die größeren Eingriffe für die Operationen in Biri zu screenen. (Biri ist eine vorgelagerte Insel, und im dortigen Distrikt Krankenhaus werden die Operationen in Narkose durchgeführt wie Leistenhernien, Schilddrüsen, Myome oder Tumoroperationen). Sie kam mit 3 Tagen Verspätung an, da immer wieder die Flüge von Clark zu uns wegen schlechtem Wetter gestrichen wurden. Leider kamen dieses Jahr daher auch wesentlich weniger Patienten zum Operieren, da das Wetter einfach zu unbeständig war. Dr. Wright blieb 3 Tage bei uns und am 2. März operierte vom selben Team noch Dr. Praveen hier und seine Frau untersuchte kardiologische Patienten. Leider mussten sie am darauffolgenden Tag schon wieder zurück in die USA fliegen.

 

 

Vom 26. Februar- 2. März kam erneut Dr. Klaus De Cassan vom Hilfswerk der deutschen Zahnärzte (HDZ) zu uns, um die Freiwilligen in dem Fluor-Prophylaxe-Programm nachzuschulen und Fragen zu beantworten. Es kam zu einem regen Austausch. Am Nachmittag kamen einige Kinder aus dem Fluor-Prophylaxe Programm und das gelernte wurde praktisch umgesetzt. Dr. de Cassan war erfreut, so gute Ergebnisse nach den vielen Jahren der Prophylaxebehandlung vorzufinden. Die Prophylaxe-Maßnahmen über die Jahre zeigen nun Erfolge zum Wohl der Kinder.

 

 

Am 5. März kamen zum 5. Mal Zahnarzt Dr. Lindner und seine Frau Evelyn aus Bad Krötzting zu uns. Gefolgt von den Studenten der Zahnmedizin Parnia Aghel und Hali Godhanin (beide von der Uni Giessen) und Lea Graute und Sophie Wjinands (beide von der Uni Münster). Unter der Aufsicht von Dr. Lindner arbeiteten die Studenten in der Zahnstation. Leider kamen weniger Patienten als erwartet, da seid März der Corona Virus die Welt komplett im Griff hat, so auch die Philippinen. Trotzdem konnten die Studenten viel von dem in der Uni gelernten nun in die Praxis umsetzen. Die Patienten freuten sich ein so großes Zahnarzt Team in Mabuhay zu sehen und fühlten sich in sicheren Händen. Leider mussten sie ihren Einsatz vorzeitig abbrechen, doch dazu später.

 

 

Seit Mitte März spitzte sich die Situation um den Ausbruch des novel Coronavirus (2019-nCoV) und die damit einhergehende weltweite Krise und vor allem der Angst der Bevölkerung sich zu infizieren. Schon nach kurzer Zeit waren selbst in Catarman keine Gesichtsmasken und Alkohol mehr zu bekommen. Am 15. März wurde Manila mehr oder weniger abgeriegelt. Luft-Land-und Seeverkehr wurden stark eingeschränkt, um der Weiterverbreitung des Virus Einhalt zu gebieten. Die Bevölkerung wurde aufgerufen möglichst zu Hause zu bleiben und sich häufig die Hände zu waschen. Selbst in unserer Provinz, die bis zum 15. März Corona Virus frei war wurden die Passagiere geprüft und registriert, um im Falle eines Ausbruchs den Virusträger ausfindig zu machen und die Mitreisenden zu überwachen. Auch wurden alle Rückkehrer aus Manila und anderen Orten für 14 Tage täglich auf Symptome überprüft.

 

 

 

 

Ab dem 18. März wurde unser Dorf unter Quarantäne gestellt und pro Haushalt bekam eine Person einen Pass, so dass diese Person die Einkäufe für den Haushalt erledigen durfte. Personen ab 63 Jahre und Kinder durften gar nicht mehr auf die Straße. Die Ereignisse überschlugen sich nun fast. Schulen, Kirchen und Geschäfte wurden geschlossen. Am 24. März konnten Dr. Lindner, seine Frau und die Studenten mit Hilfe des hiesigen Tourismus Department nach Tacloban und von dort weiter nach Manila reisen. Zu der Zeit gab es schon keine Inlandflüge mehr. Am 28. März hatten sie die Möglichkeit nach Deutschland zu fliegen in einem durch die Bundesregierung organisierten Flug. Wir waren Alle sehr traurig über den plötzlichen Aufbruch, aber zum Einen war es die letzte Möglichkeit der Ausreise bis auf Weiteres, zum Anderen kamen nur noch wenige Patienten, da überall in den Städten nun Ausgangssperren verhängt wurden und die Bewohner nur noch im Notfall oder zu unbedingten Besorgungen ihre Stadt oder Dorf verlassen durften. In den Supermarkt dürfen nur 5 Personen zur gleichen Zeit. An allen Kontrollpunkten, bewacht von Polizei oder Militär, wurden die Personen registriert, Temperatur gemessen und auch die Telefonnummern notiert, so dass sie im Falle eines Kontaktes mit einer positiven Person sofort kontaktiert und isoliert werden können. Die Kontrollen sind sehr viel strenger als in Deutschland, aber in diesem Land mit über 100 Millionen Einwohnern können die Zahlen von Corona Virusinfizierten sehr schnell explodieren. Zum Zeitpunkt meines Rundbriefes gab es in den Philippinen erst etwas über 100 Tote und in unserer Provinz in Nord- Samar nur einen positiven Fall, der die Infektion aber gut überstanden hat. Der Schwachpunkt sind bisher die geringen Testmöglichkeiten. Von Nord Samar aus müssen die Tests nach Cebu, mit Hilfe der Küstenwache, geschickt werden. Ein weiteres Problem sind die Schutzausrüstungen vor allem für die am meisten gefährdeten Personen (Ärzte, Krankenschwestern, Laboranten, usw.), wie Mundschutz, Gesichtsschild und Sicherheitskleidung. Wir in der Klinik sind Gott sei Dank gut ausgestattet und konnten sogar noch Anderen helfen. Die Klinik ist weiter offen und jeden Tag kommen ein paar Patienten. Wie gesagt, ist es für die Patienten schwierig nach hier zu kommen, wegen der vielen Kontrollen. Unsere Freiwilligen stehen uns weiter zur Seite und arbeiten in den verschiedenen Bereichen. Auch das Ernährungsprogramm, unterstützt vom Deutschen Club in Manila, für im Moment 75 Kinder, läuft weiter, da es in dieser Situation wichtiger denn je ist. Ich hoffe Sie/ Ihr erahnt, wie die Situation im Moment hier ist.

 

 

Abflug unseres Zahnärzte Teams von Tacloban

 

 

Durch die Situation bedingt mussten meine Eltern ihre geplante Reise nach hier leider absagen. Ein Wehmutstropfen! Aber das Wichtigste im Moment ist, dass Alle gesund bleiben und das wünsche ich Ihnen / Euch Allen.

 

 

 

Seit kurzem verteilt die Regierung einige Nahrungsmittel an die Bevölkerung, wie Reis und Sardinen in Dosen. Manchmal auch Seife, Mundschutz und Desinfektionsmittel. Wie lange das reicht ist die Frage, da es noch unklar ist, wie lange die Quarantäne-Maßnahmen aufrechterhalten bleiben. Viele Menschen haben auch, genau wie in Deutschland, im Moment keine Arbeit und damit kein Einkommen, um ihre Familie zu ernähren.

 

 

 

Es liegen aufregende Monate hinter uns, wie Ihr/ Sie an der Länge des Berichtes sehen könnt, und so danke ich für Ihre/ Eure vielfältige Hilfe und Ihr/Euer Gedenken an uns hier. BLEIBT BITTE ALLE GESUND!

 

Und so grüße ich Euch / Sie in herzlicher Verbundenheit und wünsche allen trotz Allem oder gerade wegen dem Ganzen eine gesegnete Osterzeit.

 

 

 

Eure / Ihre

 

 

 

Sabine Korth

 

 

 

 

 

Salamat ( Danke) aus Bugko!