Bugko, im August 2018

 

 

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Förderer von Mabuhay!

 

 

 

Am 16. April gingen unsere neuen Schilddrüsendiagnostikgeräte in Betrieb. Jedes Jahr sehen wir viele Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen. Bisher musste das Labor immer ausgesandt werden nach Catarman und von dort nach Calbayog, die nächste Stadt 100km von uns entfernt. Es gab kein Schilddrüsendiagnostik gerät in der ganzen Provinz. Wir haben nun Eines, dank der Zusage der Deutschen Botschaft. Inzwischen schicken auch andere, hier niedergelassene Ärzte ihr Labor zu uns, da sie dadurch schnelle Ergebnisse bekommen.

 

 

 

Am 29. April kamen Dr. Karin Stilo und ihre Tochter Dorothea zu uns nach Bugko. Karin ist eine Jugendfreundin von mir. Es war eine große Freude als sie anbot, uns in der Klinik zu unterstützen. Neben der Klinik beriet Sie uns auch in der Farm und gab wertvolle Tipps. Dorothea war die Verstärkung für unsere Apotheke und die Cafeteria. Sie sortierte außerdem unsere Medikamente und machte große Inventur.

 

 

 

Nachdem die ersten Monate in diesem Jahr von Regen geprägt waren, wurde das Wetter zunehmend besser und unsere Anpflanzungen in der Farm gediehen endlich. Wir konnten viel Gemüse und Früchte ernten. Auch unsere neue Hühnerfarm brachte gute Erträge.

 

 

 

Ende Juni wurde unser Anbau an den bestehenden OP-Raum fertig. Wieder einmal durch die großzügige Hilfe des Hilfswerk der deutschen Zahnärzte konnten wir einen Vorbereitungsraum für die Patienten, die operiert werden sollen und eine Umkleide für Ärzte, Personal und Patienten an unseren OP-Raum anbauen. So können wir in Zukunft auch ambulant Augenoperationen durchführen. Der Vorraum wird eine größere Sterilität für unsere operierten Patienten bringen.

 

 

Unser zweites großes Projekt war die Einfriedung des Grundstücks hinter der Senioren-Tagesstätte. Dies war nötig, um das Grundstück erstens vor einer Versetzung der Grundstücksgrenze zu schützen, zum anderen, um unsere Anpflanzungen vor Diebstahl zu schützen. Das Grundstück hinter der Senioren Tagesstätte ist sehr weitläufig und wir pflanzten sofort Mais und Kürbis an. Mit der zusätzlichen Anbaufläche können wir nun unseren Eigenbedarf an Gemüse decken. Ein Teil der Fläche wird auch zum Anbau von Moringa Olifera benutzt, welches wir in großen Mengen für unser Heilpflanzenprojekt brauchen. Hoffentlich bleibt das Wetter noch eine Weile auf unserer Seite und wir bleiben von Taifunen und schweren Unwettern verschont, damit nicht Alles wieder kaputt geht.

 

 

Wie Ihr/ Sie aus dem Bericht sehen könnt, hat sich in den letzten Monaten wieder viel hier bei uns in der Mabuhay Klinik ereignet. Ohne die viele Unterstützung aus Deutschland wären wir nicht so weit gekommen. Weiter bleibt das Hauptaugenmerk auf den Patienten. Die meisten unserer Patienten sind arm und können sich eine ärztliche oder zahnärztliche Behandlung in der Stadt nicht leisten. Daher auch noch einmal ein „DANKE“ an alle Ärzte und Zahnärzte, die sich auf die weite Reise zu uns machen, um den Armen zu helfen.

 

 

 

Ich wünsche Ihnen / Euch Allen nun einen schönen Rest-Sommer, die Temperaturen in Deutschland kamen unseren hier ja dieses Jahr fast gleich.

Herzliche Grüße

 

Eure/ Ihre

 

 

 

Sabine Korth

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Vereinsbrief 1-2018

 

 

Bugko, März 2018

 

 

 

 

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Förderer von Mabuhay!

 

 

 

Am 18. Dezember 2017 fand unsere jährliche Mitgliederversammlung statt und ich war froh, dass ich dafür nach Deutschland kommen konnte und viele von Euch/Ihnen sehen konnte. Es freut mich immer zu sehen, wie interessiert Ihr/Sie das Projekt in Bugko verfolgen und es ist schön, dass auch immer wieder neue Freunde dazu- kommen, um uns in unserem Anliegen zu unterstützen.

 

 

 

Das Jahr 2017 hörte mit zwei Taifunen auf, die unmittelbar hintereinander kamen und gleich zu Jahresbeginn kam ein weiterer Taifun, der große Überschwemmungen brachte und viele Straßen zum Teil unpassierbar machte. Unsere Farm litt sehr und wir verloren neben vielen Pflanzen auch eine Muttersau mit 13 Ferkeln. Mitte Januar und Mitte Februar kamen dann weitere Stürme, die wieder Überschwemmungen brachten. Ich sah Menschen, die bis Brusthöhe durch die Wassermassen wateten, um ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. 151.7 mm Regenfall ist einfach zu viel. So fing das Jahr mit Naturkatastrophen an, die es auch unseren Patienten erschwerten nach hier zu kommen. In Nord-Samar wurde vom Gouverneur der Notstand ausgerufen.

 

 

 

 

Durch das schlechte Wetter kamen mit Verspätung Eva Schröter und Britta Lohn, zwei Zahnärztinnen, am 8. Januar an. Mehrere Tage fielen die Flüge wegen den schlechten Wetterbedingungen aus. Beide hatten Zahnmedizin an der Universität Gießen studiert und setzten nun hier das Erlernte um. Leider hatten sie nicht so viele Patienten wie erwartet, da viele Patienten wegen den schlammigen Wegen und Erdrutschen im Landesinneren nicht kommen konnten. Beide waren entsetzt über die schlechten Zustände der Zähne vor allem bei den Kindern.

 

 

Am 12. Januar folgte Dr. Barbara Rautenberg aus Bad Kötzting, um in der Klinik zu helfen. Sie ist Allgemeinärztin und hatte schon vorher Philippinenerfahrung gesammelt, da sie mehrfach mit den German Doctors im Land war. Junge und alte Patienten waren bei ihr in guten Händen. Sie sah auch viele sehr schwer kranke Patienten, denen nicht mehr zu helfen war. Wir waren froh über die erfahrene Ärztin und ich konnte viel von ihr lernen. Insgesamt sah sie über 1000 Patienten. Am 6. Februar kam dann noch ihr Ehemann Christof dazu und so hatten wir dann auch noch zusätzlich internistische Unterstützung. Er ist spezialisiert auf Ultraschall-untersuchungen und so wurde unser vorhandenes Gerät wieder genutzt.

 

 

 

 

Leider sahen wir zu Beginn des Jahres auch wieder viele Patienten mit weit fortgeschrittener Tuberkulose. Tuberkulose ist hier eine der häufigsten Erkrankungen und oft wird sie gar nicht behandelt, so dass viele, auch sehr junge Patienten sterben. In der Diagnostik ist uns daher das neue Röntgengerät eine riesige Hilfe.

 

 

Am 4. Februar besuchten Sr. Veronica und ich mit einer Gruppe der hiesigen Ordensleute das staatliche Gefängnis in Allen. Dort sind 98 Gefangene inhaftiert wegen verschiedenster Delikte. Wir brachten ihnen Hygiene Artikel, Waschmittel für ihre Kleidung und etwas zu Essen. Abschließend wurde eine heilige Messe gefeiert. Es war ein sehr bewegender Besuch, da die Umstände unter denen die Gefangenen leben sehr unzureichend sind und die einfachsten Dinge fehlen. Wir hoffen wir konnten ein wenig helfen.

 

 

 

Am 16. Februar kam zum 4. Mal Zahnarzt Dr. Lindner mit seiner Frau Evelyn aus Bad Kötzting zu uns. Im gleichen Flugzeug saßen Jan König und Marisa Wingels beide Zahnmedizinstudenten aus Aachen und am 18. Februar landete Yannik Sillmann, ebenfalls Zahnmedizinstudent aus Ulm. Mit Hilfe der Erfahrung von Dr. Lindner behandelten sie viele Patienten.

 

 

 

 

Mitte Februar kam wieder das Team von ISM (International Surgical Mission) aus Colorado/USA zu uns in die Klinik, um hier die ambulanten Operationen und in Biri die Operationen in Vollnarkose durchzuführen. Dieses Jahr war das Team sehr groß und in unserer Klinik wurden fast 40 Patienten operiert. Viele Menschen können sich die oft notwendigen Operationen in der Stadt nicht leisten. ISM kommt nun schon seit 14 Jahren nach Nord-Samar. Über das ganze Jahr untersuchen wir Patienten mit Leistenbrüchen, Brusttumoren, Myomen und Schulddrüsenerkrankungen, um sie schon für ISM vorzubereiten. Bei Dr. Thropha Ann Wright waren die Patienten in guten und erfahrenen Händen.

 

 

 

Unsere Senioren Tagesstätte wird sehr gut angenommen. Es finden verschiedene Veranstaltung statt und die Senioren von Bugko sind froh einen Ort zu haben, wo sie zusammen sein können. Sie treffen sich zum Kochen, Tanzen, zum Spielen und für Vorträge. In Zukunft soll das Programm noch erweitert werden. Die Vorsitzende der Senioren Gemeinschaft ist sehr aktiv. Die Senioren halten das Gebäude sauber und fühlen sich verantwortlich.

 

 

Vom 17.- 20. März kam Dr. Klaus De Cassan vom Hilfswerk der deutschen Zahnärzte (HDZ) zu uns, um die Freiwilligen in dem Fluor-Prophylaxe-Programm nachzuschulen und Fragen zu beantworten. Es war ein zweiteiliges Seminar mit Theorie und Praxis. Der praktische Teil fand in unserer Zahnklinik statt und wurde von Kindern des Fluor-Prophylaxe Programms und deren Müttern besucht. Der Schwerpunkt des Seminars lag auf der Schulung in richtiger Mundhygiene und guter Ernährung. Das Problem der Kinder hier ist, dass sie zu viel Süßes essen und keine richtige Zahnpflege betreiben. Daher sehen wir hier so viele Kinder mit Karies und anderen Erkrankungen der Mundhöhle. Alle unsere Freiwilligen kamen zu der Fortbildung.

 

 

 

Es liegen drei arbeitsreiche und intensive Monate hinter uns und so danke ich für Eure/Ihre vielfältige Hilfe. Wir spüren immer wieder dass unser Anliegen hier auch das Eure/Ihre ist. Und so grüße ich Euch / Sie in herzlicher Verbundenheit und wünsche Allen eine frohe Osterzeit.

Eure / Ihre

Sabine Korth

 

Salamat( Danke) aus Bugko!