Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Förderer von Mabuhay!

 

 

 

 

 

Und wieder eine Katastrophe!

 

 

 

Wie ihr schon kurz in den Nachrichten gehört habt traf am 3. Dezember 2019 Taifun Kammuri / Tisoy auf Nord-Samar. Es war der stärkste Taifun, den wir seit der Gründung der Klinik vor 12 Jahren erlebt haben und entsprechend groß sind die Schäden, sowohl in der Klinik, als auch in der Umgebung. Der Taifun hing geradezu 12 Stunden über der Klinik und die großen Wassermassen durch starken Regen und Wind drückten sich durch die Fenster und Türen. Überall stand das Wasser, selbst in den Glühbirnen stand das Wasser. Es tropfte durch die Decke, lief die Treppe runter in die Klinik. Es ist kaum zu beschreiben.

 

Vor der Klinik sah es nicht besser aus und daher strömten die Menschen wieder zu uns zur Evakuierung. Die Senioren-Tagesstätte, als auch unsere Mehrzweckhalle wurden genutzt, da die meisten Menschen hier ja immer noch in leichten Hütten aus Bambus leben. Dem starken Wind konnten diese nicht standhalten.

 

Als wir am Mittwoch früh vor die Klinik gingen bot sich uns ein Bild der totalen Zerstörung. Kaum ein Baum stand mehr dort wo er war, viele entwurzelt oder umgeknickt. Auf der Straße lagen die Strommasten, daher war auch der Stromausfall zu erklären. Andere Teile der Straße waren durch umgekippte Kokospalmen versperrt. Überall hingen die Stromkabel runter. Auch das Telefonsignal brach ab, so dass wir erstmal Niemanden informieren konnten. Die Hauptstraße nach San Roque war komplett unpassierbar, da die Brücke so unterspült wurde, dass sie einfach wegbrach.

 

 

 

In unserer Farm gab es wieder Hochwasser. Zum Glück hielt diesmal die neue Mauer stand. Der wirtschaftlich genutzte Teil mit den Anpflanzungen bot ein Trümmerfeld.

 

In Bugko und den umliegenden Dörfern die gleichen Bilder. Vor Allem die Häuser sind zerstört. Wieder haben die Menschen ihr zu Hause verloren. Es ist traurig mit an zu sehen. Die Stromversorgung bleibt mindestens 4 Wochen aus, da so viele Masten und Leitungen am Boden sind. Von der Nachbarinsel Leyte kommt Hilfe für die Rekonstruktion der Stromversorgung.

 

Nach dem ersten Schock haben wir angefangen Planen und Decken zu verteilen, da es weiter regnete. Wieder liegt viel Arbeit vor uns….

 

Trotz dieser wieder schrecklichen Mitteilung wünsche ich Euch/Ihnen Allen ein gesegnetes Weihnachtsfest

 

 

 

Viele Grüße

 

Eure/ Ihre

 

 

 

 

 

Sabine Korth