Loading
Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Förderer von Mabuhay!
Direkt nach Ostern kamen Elena Strohmeyer und Lena Mayer, zwei frisch examinierte Zahnärzte aus München, zu uns. Begleitet wurden sie von Tamina Hantschmann, die gerade ihr Medizinstudium in Regensburg beendet hatte. Da Frau Hantschmann und Frau Strohmeyer sich seit Grundschulzeiten kannten, war es ein sehr harmonisches Team, und die Klinik war sowohl in der Zahnstation als auch in der Klinik besetzt. Wie immer hatten die beiden Zahnärzte viel zu tun. Frau Mayer und Frau Strohmeyer assistierten einander in der Zahnstation. Frau Hantschmann sah in der Klinik verschiedene Krankheiten sowie einige seltene Fälle. Ein Höhepunkt des Aufenthaltes war sicher die Medical/Dental Mission, die dieses Mal in Allen stattfand. Zähne bei auf Hockern sitzenden Patienten zu ziehen, ist auf jeden Fall eine besondere Herausforderung. Sie meisterten es, was für ihr Können spricht.







Am 26. April kamen Jonas und Peer Stobbe zu uns. Einige von Euch/Ihnen kennen sie vielleicht aus unseren Hauptversammlungen. Seit Jahren sind sie Mitglieder unseres Vereins. Jonas war schon einmal vor 9 Jahren hier. Sie wollten sich vor Ort umsehen, was im Projekt passiert war, und auch selbst mitarbeiten. Die zusätzlichen vier starken Hände waren mehr als willkommen. Gleich zu Beginn musste eines unserer Schweine notgeschlachtet werden, dann fehlten Hände im Gewächshaus, beim Autowaschen, beim Testen des Rettungsbootes…Die Liste ist lang und die zwei Wochen vergingen wie im Fluge. Jonas hatte von seinem Arbeitgeber Zahnbürsten, Zahnpasta usw. mitbekommen und so besuchten wir die Kinder im Ernährungsprogramm und gaben ihnen eine Einführung in die korrekte Mund- und Zahnhygiene. Neben der Klinik und den verschiedenen Programmen bekamen sie auch noch einen kurzen Einblick in das Land, die Kultur und die Menschen. Hoffen wir, dass es nicht wieder 9 Jahre dauert, bis sie zurückkommen…






Am 2. Mai kamen Jonas Knollmüller, Jonas Eberl, Nam Nguyen und Cosima Kolbe, junge Zahnärzte ebenfalls von der Uni München, zu uns. Durch das gemeinsame Studium kannten sie einander und arbeiteten gut zusammen. Sie hatten ein paar sehr schwierige Patienten, aber zu viert schafften sie das auch. Daneben führten sie einige Wurzelkanalbehandlungen durch, die unserer Idee von zahnerhaltenden Maßnahmen sehr entsprechen. Herr Eberl und Frau Kolbe hatten vor dem Zahnmedizinstudium noch Zahntechnik gelernt und waren dadurch sehr erfahren. Alle vier fanden sehr schnell Kontakt zur Bevölkerung und waren bei den Bugkoanon beliebt. Auch sie haben den Wunsch, wieder zusammenzukommen.




Am 8. Mai kam Michael Schmermer, der Präsident von Siemens Healthinners, Inc., in Manila mit einigen Freunden zu uns, um das neu installierte Röntgengerät sowie das Ultraschallgerät zu sehen. Er war froh, dass beide Geräte in Dauereinsatz sind, und wir besprachen, dass das Ultraschallgerät mit einer zusätzlichen Sonde zur Echokardiographie ausgestattet werden sollte. So können wir unser Diagnostikprogramm zum Wohle der Patienten erweitern. Die offizielle Übergabe erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Mit Siemens Healthineers sind wir in der Patienten-Diagnostik bestens aufgestellt.


Am 20. Mai kamen Vertreter der Caritas Deutschland zu uns. Obwohl die Caritas Deutschland uns nicht mehr in unserem Seniorenprojekt unterstützt, kommt sie regelmäßig vorbei, um sich nach den Senioren und deren Aktivitäten zu erkundigen.


Frau Dr. Dorothea Stefan kam am 23. Mai mit ihrem Sohn Valentin. Frau Dr. Stefan hat mit ihrem Mann eine Familienpraxis in Scheinfeld und Valentin ist angehender Zahnarzt an der Uni in Köln. Vor seinem Studium hat er bereits als Zahntechniker gearbeitet, und so arbeiteten Mutter und Sohn Hand in Hand. Auch Patienten mit schwierigeren Problemen waren gut aufgehoben, und Valentin war froh, so viele Patienten weitgehend allein zu behandeln. Viele Zähne konnten gerettet werden, und die Bilder zeigen das Ergebnis der exzellenten Behandlung. Leider kommen manche Patienten einfach zu spät, genau wie in der Ambulanz, und dann bleibt nur die Zahnentfernung. Neben der Klinik hatten sie auch viel Kontakt mit der Bevölkerung. Es war eine gute Erfahrung für beide, und wir hoffen, dass es bald wieder zu einem Einsatz kommt.






Am 7. Juni erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,8 Mindanao. Das ist eine Insel, die südlich von uns liegt, und sie brachte dort große Zerstörung an Gebäuden und der Infrastruktur an. Viele Menschen wurden verschüttet und starben. Selbst die deutschen Medien berichteten. Wir in der Klinik haben vom Beben nichts gemerkt. Danke an alle, die sich sorgten und nachgefragt haben.
Am Unabhängigkeitstag der Philippinen, dem 12. Juni, besuchte Frau Bless Ongchuan, die Frau unseres Kongressmannes, unsere Senioren. Sie ist sehr an den Aktivitäten in unserem Seniorenzentrum interessiert und freut sich, dass die Senioren so rege am Programm teilnehmen. Sie plant mehr für die Senioren in Nord-Samar zu tun, was natürlich zu begrüßen wäre. Für jeden überreichte sie ein kleines Geschenk, was zu großer Freude führte.




Was die Klinik zwar nicht direkt betrifft, aber dennoch erwähnenswert ist, ist, dass Bundespräsident Walter Steinmeier die Philippinen im Juni mit einer Wirtschaftsdelegation besuchte. Es war der erste Besuch eines Bundespräsidenten seit 63 Jahren. Zwischen Deutschland und den Philippinen besteht eine lange Partnerschaft auf vielen Ebenen. Von ihm bekam ich 2017 das Bundesverdienstkreuz.
Am 14. Juni machten wir uns auf den Weg nach Deutschland, um wieder vor Ort über den Stand des Projektes zu berichten und einige von Euch/Ihnen zu treffen. Besonders freuten wir uns alte Weggefährten nach Jahren wieder zu sehen. Teils aus früheren Einsätzen in der Zahnstation und der Klinik, und ich noch Klassenkameraden aus Abiturzeiten, dazu Freunde und Verwandte.
Der Vereinsvorstand traf sich, um einige wesentliche Punkte der Organisation zu klären und über die Zukunft des Projekts zu sprechen. Der Austausch und die Kommunikation aus der Ferne sind zwar gut, aber wenn man sich gegenüber sitzt, ist es doch besser und Nachfragen lassen sich schneller beantworten.
Für uns war eine besondere Erfahrung in Deutschland die große Hitzewelle, die Europa heimgesucht hatte. Wir kennen diese Temperaturen, aber als es auf unserer Terrasse 42 Grad wurden, kamen auch wir ins Schwitzen. Auch die Waldbrände im Süden Europas stimmen einen bedenklich. Es scheint, dass sich der Klimawandel immer stärker bemerkbar macht.
Die Echokardiographie-Sonde wurde am 24. Juni, während wir noch in Deutschland waren, installiert und unsere Sonografen gleichzeitig geschult. Da sie bereits Herzsonographien durchgeführt hatte, war die Technik für sie schnell umzusetzen. Diese zusätzliche Diagnostik wird vielen Patienten zugutekommen, die mit Herzleiden zu uns kommen. Danke an das Team von Siemens Healthinners, Inc., die das Gerät installiert hat. Die Auswertung der Echographien erfolgt in Manila und kann von uns live dorthin übertragen werden.


Erstmals war die Klinik den ganzen Juli über geöffnet, da wir glücklicherweise Dr. Jhery Mae Alo aus Mondragon für die Klinik gewinnen konnten. Leider geht sie im August schon nach Manila zur Weiterbildung in der Pädiatrie. In den letzten sieben Monaten stand sie uns immer zur Seite, soweit sie nicht im Krankenhaus war. Wir werden sie sehr vermissen, da sie nicht nur über fundiertes Fachwissen in der Allgemeinmedizin verfügt, sondern auch sehr gut mit den Patienten umgeht. Für die Patienten war es ein Segen, denn normalerweise müssen wir, wenn wir verreisen, die Klinik schließen. Die Suche nach einem Arzt, der die Klinik ständig leitet, geht weiter. Umso dankbarer sind wir, dass in der ersten Jahreshälfte mehrere Gastärzte aus Deutschland da waren. Ich hatte darüber berichtet.




Leider ist Tuberkulose immer noch ein großes Thema, da viele Patienten zu spät kommen oder keine Behandlung erhalten. Es gibt ein Regierungsprogramm, das den betroffenen Patienten kostenfrei die Behandlung zur Verfügung stellt, aber oft fehlen die Medikamente in den Zentren oder der Arzt im Zentrum sieht nicht die Notwendigkeit einer Behandlung. In der Beziehung sind noch viel Arbeit und Aufklärung nötig. Selbst ohne medizinische Kenntnisse sieht man, dass diese Patienten keine gesunde Lunge haben.



Fast unmittelbar nach unserer Rückkehr fuhren wir zu unserem jährlichen Teambuilding, um unsere Freiwilligen durch gemeinsame Aktivitäten, Kommunikation und gemeinsame Aufgaben als Gemeinschaft zu stärken. Einige Probleme wurden angesprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Dieser jährliche Ausflug, der uns diesmal nach Calbayog führte, tut den Mitarbeitern immer gut, und sie kommen neu motiviert und gestärkt zurück, und er ist von unserer Seite auch ein Dankeschön für die geleistete Arbeit der Freiwilligen über das Jahr. Dieses Jahr war es besonders wertvoll, da wir einige neue Mitarbeiter gewonnen haben.





Wir Ihr/Sie sehen, wird es hier nicht langweilig. Jeder Tag ist neu und anders. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen. An Arbeit mangelt es nicht, und wir freuen uns über die unterschiedlichsten Formen der Unterstützung. Ohne Euch/Sie alle, die uns immer wieder unterstützen, sei es durch finanzielle oder Sachspenden wie Desinfektionsmittel, Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Brillen, medizinische Hilfsmittel, Medikamente usw. könnten wir diese Arbeit nicht leisten und die neuen Herausforderungen angehen?
So bleibt mir wieder nur DANKE/ SALAMAT zu sagen!
Nun wünsche ich Euch / Ihnen allen noch schöne Sommertage mit nicht zu großer Hitze und grüße ganz herzlich
Eure/ Ihre
Sabine Korth